Kranz — Floristik als Handwerk und Komposition.
Kranz ist ein monatlich erscheinendes deutschsprachiges Fachmagazin für Eventfloristik und florale Gestaltung. Wir schreiben über Hochzeits-Floristik zwischen Brautstrauß-Tradition und Trauungs-Bogen-Architektur, über die anspruchsvolle und still-präzise Trauerfloristik, über die saisonalen Höhepunkte von Advent bis Allerheiligen, über die nicht-rituelle Event-Floristik in Hotellerie, Gastronomie und privaten Feiern, über die handwerkliche Berufs-Architektur zwischen FDF-Verband und Meisterschule Straelen, und über die werkstoffliche Dimension zwischen FloraHolland-Auktion und Slow-Flowers-Bewegung. Kein Wedding-Industry-Marketing, kein Floristik-Werkstatt-Newsletter, kein Hochzeits-Service-Vermittlungs-Portal. Ein redaktionelles Fachmagazin, das Floristik als kunsthandwerkliche Disziplin behandelt — formal, historisch, ökonomisch.
Kranz ist explizit keine Wiederbelebung eines bestehenden oder ehemaligen Floristik-Betriebs. Das Magazin steht in keiner institutionellen, organisatorischen oder personellen Verbindung zu der vormals unter dieser Domain geführten Einrichtung. Wir publizieren keine Anbieter-Verzeichnisse, keine Werkstatt-Werbe-Beiträge, keine Hochzeits-Service-Vermittlungen, keine konkreten Floristik-Preise.
Der Takt ist monatlich. Sechs Ressorts — Hochzeit, Trauer, Saison, Event, Handwerk, Material — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt in der Hochzeits-Hochsaison Mai/Juni und in einer Bestandsaufnahme der Schnittblumen-Beschaffungs-Lage nach den jüngsten Klima- und Logistik-Verzerrungen im Welt-Markt 2025/2026.
Der Name Kranz ist Programm. Der Kranz ist die klassische Floristik-Grundform mit einer Tradition, die bis in die griechisch-römische Antike zurückreicht — als Sieger-Kranz bei Olympischen Spielen, als rituelle Auszeichnung in religiösen Festen, als geschmückte Gebinde-Form für Eingangs-Türen, Grab-Stätten, Tisch-Komposition und Festsäle. Eine kreisförmig geschlossene Gebinde-Form, die in ihrer mathematischen Eleganz und in ihrer kulturhistorischen Tiefe die gesamte Floristik-Tradition kondensiert.
Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen der kunsthandwerklichen Tradition und der ökonomisch-werkstattlichen Gegenwart. Brautstrauß-Bindung folgt einer Tradition mit klar definierten Stil-Schulen — aber jeder einzelne Brautstrauß ist eine individuelle Komposition. Trauerfloristik arbeitet mit einer kulturhistorisch dichten Symbol-Tradition — aber die jüngere Diskussion um schlichtere Trauer-Formen zeigt eine Verschiebung der Werkstatt-Praxis. Slow Flowers als wachsende Beschaffungs-Bewegung stellt die jahrzehntelange Aalsmeer-zentrierte Welt-Schnittblumen-Logik in Frage.
Geschrieben ist Kranz für Florist:innen mit Werkstatt, für Floristik-Meister:innen, für Floristik-Auszubildende, für Hochzeits- und Event-Planner:innen, für B2B-Floristik-Kund:innen, für Floristik-Verbands-Aktive und für ein allgemeines kunsthandwerklich-interessiertes Publikum. Wir setzen Vertrautheit mit Floristik-Terminologie voraus (Bouquet, Cascade, Phyto, Hand-Tied), aber kein Meister-Examen.
Gastbeiträge
Kranz nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen.
Floristik ist für uns kein Lifestyle-Accessoire. Sie ist die mühsame Übung, am Dienstagvormittag in einer Werkstatt eine 1,8 Meter hohe Tisch-Komposition für eine Sonntag-Trauung so zu binden, dass sie am Donnerstag in einer ungekühlten Räumlichkeit die Saalwärme übersteht.